Multitasking im Cockpit: Warum Flugsimulation mehr als nur Fliegen ist

3 Min. Lesezeit
Ein heller Arbeitsplatz mit mehreren Monitoren, auf denen eine Flugsimulation läuft, neben einem organisierten Schreibtisch.
KI-generiert

Gehen wir doch mal Kartoffeln schälen im Cockpit oder nicht? Oder gehen wir einfach mal Wäsche waschen? Kann man doch machen. Oder man geht nebenbei bügeln, räumt die Wäsche weg, macht das Bett oder liest irgendwas. Man kann ja sonst was machen. Oder man fährt mal eben schnell einkaufen, auch möglich. Wie das gehen soll? Na ja, wir befinden uns ja immer noch in einer Flugsimulation. Ich habe das Thema schon scherzenshalber genutzt und bin von Málaga nach Reykjavík geflogen, nach Island. Irgendwann um die Mittagszeit los.

Realitätsnahe Atmosphäre beim Multitasking

Daneben gibt es ja noch viele andere Sachen, die am Rechner im Homeoffice zu erledigen sind. Dass man im Hintergrund den Funkverkehr hört, ein bisschen Rauschen von den Triebwerken. Ab und zu mal einen Husten oder eine Toilette von irgendjemandem, der da gerade im Flieger aufs WC geht. Das macht es irgendwie realistisch. Aber was willst du denn die ganze Zeit machen, während du fliegst? Rausschauen aus dem Fenster und das Leben genießen? Klar macht man das, natürlich. Ist ja auch soweit schön.

Aber dann kann man eben auch das machen, was man noch erledigen muss: Die To-do-Listen abarbeiten, die dort aufschlagen. Essen machen, Haushalt erledigen, Dinge im Büro abarbeiten und so weiter. All die ganzen Dinge, die da nebenbei anstehen. Als echter Pilot wäre das wohl nicht möglich. So schaue ich dann manchmal aus dem Fenster, wenn ich kurz dazwischen Pause mache, schau mir die Wolken an, das Meer. Und erfreue mich einfach der Landschaft. Eine schöne Variante.

Meditative Momente über den Wolken

Die KI hatte ich gefragt, ob es denn belastbare Zahlen gibt, wie viele Menschen das wirklich machen. Manche starten ja wirklich in Erfurt und landen in Los Angeles. Lassen die das Ding laufen oder hocken die wirklich zehn Stunden davor? Belastbare Zahlen, so die KI, gibt es dazu nicht. Ist ja auch irgendwie stumpfsinnig, dem ATC zuzuhören, oder? Gerade wenn man über Nacht fliegt, dann sieht man im Simulator eher nichts. Ab und zu kommt man natürlich zurück, checkt Wind und Wetter, checkt die Flugdaten, das Flugzeug und den Sprit.

Das heißt, Fuel wird gecheckt und so weiter. Aber im Großen und Ganzen ist alles soweit in Ordnung. Ein ruhiger Flug über den Wolken. Einfach mal kurz runterkommen. Hat vielleicht auch was Meditatives. Zwischendurch aus dem ganzen Stress mal kurz aussteigen, kurz mal diesen irre teuren Bildschirm nutzen und einfach mal rausschauen aus dem Fenster. Ab und zu mal hören, wenn da ein interessantes Flugzeug vorbeifliegt, dem Sprechfunk zuhören, mal zuschauen, was da draußen so passiert – in der fernen Weite, in der Luft passiert ja nicht wirklich viel. Die MCDU ab und zu nochmal ein bisschen durchklimpern, das war's. Spannend. Oder eben mal einen Blogbeitrag schreiben, so wie diesen hier. Der Möglichkeiten gibt es sehr viele.

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