Digitale Kaufhürden bei Microsoft: Wenn das System den Kinderschutz torpediert

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Ein verzweifelter Vater sitzt vor einem Computer und betrachtet frustriert die Bildschirmanzeige einer Fehlermeldung.
KI-generiert

Manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln. Da möchte mein Großer sich ein Add-on für sein Spiel holen. Soweit so gut. Über Microsoft hat er ein entsprechendes eigenes Konto, sodass die gesamte Abwicklung über ihn läuft und er dafür ein Guthaben braucht. Das Guthaben kommt vom Taschengeld – passt. Das Problem war nur, dass Microsoft sich partout geweigert hat und immer wieder zu einem Zahlungsabbruch führte, wenn ich von meiner Karte ein Guthaben aufladen wollte oder er von seiner eigenen Mastercard. Es wollte einfach nicht funktionieren.

Ein paradoxer Lösungsweg

Was haben wir dann zum Schluss gemacht? Wir sind hingegangen und haben die Kaufanfrage, also die Bestätigung für einen Kauf über das Konto des Kindes, deaktiviert. Wir sind ins Spiel, haben auf „Kaufen“ geklickt, und siehe da: Die ganz normale Kaufabwicklung über die Karte hat funktioniert. Richtig paradox war, dass alle Ländereinstellungen und Bedingungen, die man beachten muss, korrekt im Konto hinterlegt waren.

Die Kluft zwischen IT-Sicherheit und Nutzeralltag

Mir geht dann jedes Mal durch den Kopf: Ich habe IT-Hintergrundwissen und komme mit Computersystemen zurecht. Wie aber sollen das Eltern schaffen, die nur rudimentäre Kenntnisse haben oder ganz normale Anwender sind? Das soll kein Vorwurf sein, aber das ist der Usus bei 99 % der Menschen da draußen. Das ist zum Mäusemelken, denn es macht doch vorne und hinten keinen Sinn.

Ich verstehe logischerweise die großen Firmen und ihre Sicherheitsbedenken, damit Hacker nicht reinkommen. Aber da prallen Welten aufeinander: auf der einen Seite das IT-Wissen der Hacker, auf der anderen Seite die Ahnungslosigkeit der breiten Masse, wie mit diesen Systemen umzugehen ist. Wir haben das Microsoft Family Safety-System, den Google Family Link, dann noch Apple, das wir kaum nutzen, weil zu wenig Apple-Geräte da sind. Dazu die Sicherheitseinstellungen von Kinderkonten, Guthabenkonten und so weiter. Dass da der eine oder andere die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und sagt, das ist mir zu viel, ist absolut verständlich.

Das Fazit eines nervenaufreibenden Prozesses

Wir haben das Problem mit dem Guthaben gelöst und mein Sohn erfreut sich an dem Add-on. Richtig genial oder sinnvoll war die gesamte Abwicklung aber nicht. Zumal eine halbe Stunde Lebenszeit dabei draufgegangen ist. Und mal ganz ehrlich: Wer hat da draußen wirklich die Zeit, sich eine halbe Stunde mit so etwas zu beschäftigen? Wahnsinn.

Häufig gestellte Fragen

Was kann man bei ständigen Zahlungsabbrüchen tun?

In vielen Fällen hilft es, die Kaufanfrage-Bestätigung im Kinderkonto temporär zu deaktivieren, um den Bezahlvorgang direkt über die hinterlegte Zahlungsmethode abzuschließen.

Sind Sicherheitssysteme für Kinder zu kompliziert?

Die Vielzahl an Familieneinstellungen und Kontobeschränkungen ist oft so komplex gestaltet, dass selbst technikaffine Nutzer wertvolle Zeit verlieren.

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