PC-VR für den Microsoft Flight Simulator: Vernunft vor High-End-Wahn?

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Ein Nutzer in einem Flugsimulator-Cockpit mit einer VR-Brille vor einem PC-Setup mit drei Monitoren.
KI-generiert

Ach, was wäre das doch für ein Traum: RTX 5090 und eine Pimax. Rohe Daten, roh verschoben in die Brille, maximal 30 Millionen Pixel, die einem da ins Auge knallen. Quizfrage: Braucht’s das unbedingt? Das ist die spannende Frage. Da hast du eine Grafikkarte für 3500 € und eine Brille für 2000 € – für 5500 Tacken hast du dann einen Super-High-End-PC, den du wie oft bespielst? Gute Frage.

Realitätscheck bei der VR-Hardware

Lohnt sich ein so schweinteures Setup wirklich für den Microsoft Flight Simulator 2024? Die PC-VR-Enthusiasten würden logischerweise sagen: Ja, ist klar. Und ganz ehrlich, unter der Hand: Wenn ich das könnte, würde ich das auch machen. Aber bleiben wir mal in der Realität. Für ein Hobby muss man irgendwo auch mal die Arschbacken zusammenkneifen und Kompromisse eingehen.

Ich habe mir die Meta Quest 3 geholt, weil ich das Bild sensationell gut finde und mit meiner alten HP Reverb nicht mehr zurechtkam. Die war einfach nicht mehr updatefähig und wurde zu sehr teurem Elektroschrott. Sehr bedauerlich, denn eigentlich war die Brille noch vollkommen in Ordnung. Da es aber keine Treiber mehr gab und sie damit nicht mehr bespielbar war, nutzte ich die Gelegenheit für den Umstieg auf die Meta Quest 3. Die liegt preislich bei einem Viertel der Pimax: Statt 2000 € kostet das Ding nur 580 €. Das ist schon mal eine andere Hausnummer.

Komfort und Praxis im Flugsimulator

Logischerweise bringt die Quest 3 nicht the Qualität einer Pimax Crystal, aber wir reden hier von einem normalen Setup für normal sterbliche Menschen. Wobei ich mir auch die Frage stellen muss: Wie will man dieses ein Kilogramm schwere Gerät einer Pimax Crystal bei einem Langstreckenflug wirklich auf der Nase halten? Da setzt man doch freiwillig das Headset ab – ist das nicht konträr zu dem, was man eigentlich machen will? Ich breche da mal eine Lanze für meine Meta Quest. Die finde ich jetzt auch nicht unglaublich sexy bei Langstreckenflügen oder bei der Arbeit, aber immerhin hat sie weniger Gewicht als das knappe Kilo der Pimax Crystal.

Es gibt zwar einige Add-ons für die Meta Quest 3, zum Beispiel einen neuen Aufsatz, damit sie bequemer sitzt – den werde ich mir wohl noch gönnen. Zudem bietet die Meta Quest 3 die Möglichkeit, kabellos zu arbeiten. Das mache ich zwar nicht, weil ich die maximale Bildqualität will, aber die Möglichkeit ist immerhin da.

Grafikkarten: Sinnvolle Investition statt Hardware-Overkill

Auf der anderen Seite bleibt das Nadelöhr mit der Grafikkarte. Wenn die Meta Quest 3 gar nicht die brachiale Leistung einer Pimax Crystal abrufen kann, wozu dann eigentlich in eine 5090 investieren? Wozu eigentlich haben? „Haben ist besser als brauchen“ ist doch irgendwann auch gekwirlter Bullshit. Man muss schauen: Wie reize ich die Brille überhaupt aus? Mit ein wenig Recherche kommt man drauf, dass man mit einer 5070 eigentlich Butter bei die Fische macht; die reizt die Meta Quest 3 gut und gerne zu 95 % oder 99 % aus – mehr braucht es eigentlich nicht.

Mit der typisch deutschen Gürtel-und-Hosenträger-Mentalität braucht’s dann die 5080. Die hat 16 GB VRAM, was wesentlich besser ist und genug Reserve bietet, um die Meta Quest 3 voll mit 100 % zu bespielen. Ist das unbedingt notwendig? Sei es drum. Aktuell reize ich die Brille mit meiner AMD RX 6900 XT nicht komplett aus, aber selbst da bin ich schon zufrieden. Ich bin überzeugt davon, wie schön es ist, einfach zu fliegen, zu starten und diese ganze Technik durchzuspielen.

Mich interessiert in dem Moment nicht der letzte Grashalm oder ob ich da einen Hirsch im Wald springen sehe – ob man den überhaupt sieht, weiß ich gar nicht. Was mich interessiert, ist vielmehr die Technik: IFR-Flüge über den Wolken, ein ordnungsgemäßer Landeanflug und so weiter. Das ist es, was mir Spaß macht. Über den Wolken sein, die Welt von oben sehen. Ganz ehrlich: Aus 10 Kilometern Höhe sehe ich nicht unbedingt den letzten Grashalm. Die Alpen sind schon bildschön, und auf meiner Lieblingsroute von Erfurt an die Côte d’Azur, also Nizza oder Toulon, sieht es allemal genial aus. Klar, der Regen an der Windschutzscheibe könnte ein bisschen sexier sein, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Für mich wird es zukünftig eine Investition geben, aber mit einer 5070 oder vielleicht einer 5080 rückt die Grafikkarte in eine preisliche Region, die man sich noch leisten kann. Eine 5090 war bis jetzt so weit weg, aber die Erkenntnis, die Meta Quest 3 erst einmal vollends auszureizen, macht irgendwo Sinn. Also wird es nächstes Jahr wahrscheinlich so was wie eine 5070 werden, die reicht ja vollkommen aus. Warum auch nicht?

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