Die neunte Artikelserie soll sich mit einem Thema beschäftigen, das sich in den vergangenen Wochen grundlegend verändert hat: dem Aufbau meiner Webseite. Ich habe die bisherige Struktur noch einmal komplett überdacht. Das beginnt bereits bei den Kategorien.
Ursprünglich hatte ich einen sehr umfangreichen Kategorienbaum aufgebaut. Für Außenstehende wirkte dieser vermutlich durchdacht, logisch und gut sortiert. In der Praxis war die Struktur jedoch so komplex, dass sie zunächst mit einer großen Menge an Inhalten gefüllt werden müsste, bevor sie wirklich sinnvoll funktioniert. Genau das widerspricht aber dem Grundgedanken meiner Webseite.
Die Seite soll nicht von Anfang an vollständig durchgeplant sein. Sie soll schrittweise wachsen. Sie soll zu einem Konglomerat aus Texten werden, bei dem sich erst durch die Menge der Beiträge zeigt, in welche Richtung sich die Webseite entwickelt und welche Themen tatsächlich dauerhaft eine Rolle spielen.
Natürlich gibt es viele Dinge, die mich interessieren und die sich schon jetzt in einen großen Kategorienbaum einsortieren ließen. Das ist aber nicht der Sinn des Projekts. Ich möchte nicht heute schon festlegen, worüber ich in mehreren Jahren schreiben werde. Die Struktur soll aus den Inhalten entstehen und nicht die Inhalte aus einer vorgegebenen Struktur.
Wie sieht also die aktuelle Strategie aus?
Ein wichtiger Punkt ist die Sicherheit. Darauf werde ich in einem weiteren Artikel noch ausführlicher eingehen. Für den zukünftigen Aufbau gilt aber bereits jetzt: In Joomla sollen so wenige zusätzliche Erweiterungen wie möglich installiert und aktiviert werden.
Jede Erweiterung kann zusätzliche Funktionen bieten, sie kann aber auch neue Sicherheitslücken mitbringen. Eine Sicherheitslücke im Umfeld von JCE hat bei mir dazu geführt, dass ich zwei Webseiten innerhalb von zwei Wochen vollständig neu aufsetzen musste. Das war alles andere als angenehm. Andererseits lernt man aus solchen Erfahrungen.
Damit war für mich die Entscheidung gefallen, künftig möglichst nah am Joomla-Core zu bleiben und nur Erweiterungen zu verwenden, die wirklich notwendig sind.
Bisher hatte ich auf das T4 Framework gesetzt. Damit lässt sich eine Webseite vergleichsweise einfach aufbauen, und grundsätzlich war ich damit auch zufrieden. Trotzdem bleibt es eine zusätzliche Erweiterung, von der ich mich künftig unabhängig machen möchte.
Stattdessen werde ich das Joomla-Standardtemplate Cassiopeia verwenden und daraus ein eigenes Child-Template entwickeln. Dieses Child-Template kann ich anschließend so anpassen, wie ich es für meine Webseite benötige.
Unter dem Strich bietet mir das T4 Framework nämlich weniger entscheidende Vorteile, als ich anfangs gedacht hatte. Die eigentliche Darstellung, die ich auf meiner Webseite haben möchte, hätte ich ohnehin selbst programmieren müssen.
Mein Ziel ist es, Hauptartikel und die dazugehörigen Unterartikel so miteinander zu verbinden, dass Leser automatisch durch zusammengehörige Themenwelten geführt werden. Gleichzeitig möchte ich aber nicht ständig das Template oder einzelne Übersichtsseiten von Hand anpassen müssen. Der Aufbau der Webseite soll deshalb weitgehend dynamisch erfolgen.
Wie soll das funktionieren?
Im nächsten Schritt wird zunächst die Startseite noch einmal vollständig überarbeitet. Klassische Inhalte wie eine „Über mich“-Seite werden dort selbstverständlich ihren Platz finden. Solche Bereiche können modular eingebunden werden und bleiben relativ statisch.
Der zweite große Bereich der Webseite werden die Themenwelten. Dort sollen sich die vorhandenen Kategorien und Unterkategorien automatisch darstellen.
Geplant ist eine eigene Erweiterung oder Programmierung, die zunächst die Hauptkategorien mit einem Bild und dem jeweiligen Kategorietext anzeigt. Zusätzlich können bereits einige Unterkategorien eingeblendet werden. Einzelne Artikel sollen auf dieser ersten Übersicht jedoch noch nicht erscheinen.
Erst wenn ein Leser eine Kategorie auswählt, gelangt er zur entsprechenden Themenübersicht. Dort werden dann die zugehörigen Unterkategorien und Artikel angezeigt. So entsteht eine klare Struktur, ohne dass das Hauptmenü oder die erste Übersichtsseite mit zu vielen Inhalten überladen wird.
Wenn ich später beispielsweise eine neue Kategorie über mein Auto anlege, soll diese automatisch in den Themenwelten erscheinen. Darunter könnten sich Unterkategorien wie Sicherheit, Fahrverhalten, Reparaturen oder Reisen befinden. Die jeweiligen Artikel werden anschließend innerhalb dieser Struktur automatisch einsortiert.
Lege ich später weitere Unterkategorien an, soll sich auch die Übersichtsseite selbstständig anpassen. Genau das ist für mich einer der wichtigsten Punkte.
Bei einem statischen Aufbau müsste jede neue Kategorie und jeder neue Bereich von Hand in die entsprechenden Seiten eingebaut werden. Das wäre auf Dauer unnötig aufwendig und fehleranfällig. Wirklich statisch aufgebaut werden soll deshalb nur die Startseite. Alle weiteren Themenübersichten sollen sich möglichst automatisch aus der Joomla-Kategorienstruktur erzeugen.
Dank der Unterstützung durch KI sollte die Programmierung einer solchen Übersicht machbar sein. Wie genau diese technische Umsetzung funktioniert, werde ich allerdings in einem separaten Artikel behandeln.
So viel zum aktuellen Stand der Planung.
Wie möchte ich nun weiter vorgehen?
Aktuell habe ich mir mit XAMPP einen lokalen Server eingerichtet. Darauf kann ich Joomla direkt auf meinem eigenen Rechner laufen lassen und zunächst das Child-Template auf Basis von Cassiopeia entwickeln.
Dadurch entfällt das ständige Hochladen und Austauschen einzelner Dateien auf dem Webserver. Änderungen können lokal vorgenommen und direkt überprüft werden. Das ist wesentlich angenehmer und reduziert gleichzeitig das Risiko, dass eine unfertige Anpassung die laufende Webseite beeinträchtigt.
Erst wenn das Child-Template und die neue Darstellung lokal funktionieren, werden die Änderungen auf die eigentliche Webseite übertragen. Dort kann ich sie noch einmal testen und anschließend freischalten.
Damit steht die grundsätzliche Richtung fest: weniger Erweiterungen, eine schlankere Kategorienstruktur, ein eigenes Child-Template und dynamisch erzeugte Themenwelten. Die Webseite soll nicht mehr in eine von Anfang an festgelegte Struktur gezwungen werden. Sie soll mit ihren Inhalten wachsen und ihre endgültige Form erst mit der Zeit entwickeln.